Naturwissenschaften sind das Kapital der Industrienationen

Rhön-Gymnasium Bad Neustadt - Fachbereiche Biologie - Chemie - NuT

NEU: Augenpräparation unter Biologie! - Unsere Schulhunde sind jetzt zertifiziert! - Lehrvideos unter Lernstoff! - grüne Buttons beachten!

Die Biologie-Fachkolleginnen und Fachkollegen unserer Nachbargymnasien Bad Königshofen, Münnerstadt und Mellrichstadt trafen sich mit uns am 27. Juni zu einer gemeinsamen „gemeinsamen schulübergreifenden Fachsitzung“. Am Wurzbachsee, dieser liegt in der Nähe von Sulzdorf a. d. Lederhecke, konnte man die Auswirkung der Bibertätigkeit auf eine Kulturlandschaft eindrucksvoll begutachten. Dem Biberbeauftragten des Landkreises Rhön-Grabfeld, Herrn Glinka, gelang es in einem Fachvortrag die Problematik, welche mit der Wiederansiedlung des Bibers einhergeht, eindrucksvoll zu verdeutlichen.  OStRinJetschni, vom Gymnasium Bad Königshofen, stellte hierzu passend den „Biberrucksack“ des Bund Naturschutz vor. OStR Schraut informierte im Anschluss über die Besonderheiten der vor Ort brütenden Rohrweihen. In anschließenden Diskussionen erfolgte dann ein intensiver Erfahrungsaustausch mit dem Mitarbeiter des Ministerialbeauftragten, Herrn Oberkampf. Das Ziel solcher Treffen ist, vergleichbare Anforderungen und Abläufe an verschiedenen Schulen zu gewährleisten.

Fuchs, Geuder, Griebsch, Klör, Schraut

GÜF – Erfahrungsaustausch unter Fachkollegen

Über den Abschluss der P-Seminare „Chemie macht Spaß“ wurde in der Presse ausführlich berichtet. Wir verweisen an dieser Stelle daher auf die Zeitungsartikel, die in der Mainpost bzw. der Rhön-und-Saale-Post erschienen sind.

Chemie ist, wenn’s raucht, qualmt und stinkt – P-Seminare „Chemie mach Spaß“

Ausgestattet mit einer neuen, verbesserten Messtechnik, gesponsert vom Fond der chemischen Industrie, konnten Schüler des W-Seminars „Gewässerchemie“ Weiher, Teiche, Gräben und kleine Fließgewässer an verschiedenen Stellen im Landkreis beproben. Die Ergebnisse zeigen bezüglich der Gewässergüte Licht und Schatten: Von den untersuchten Amphibienlaichgewässern weisen die meisten relativ gute Wasserwerte auf, d. h. vor allem, dass genügend Sauerstoff zur Verfügung steht und Nitrat- und Phosphat-Gehalt niedrig sind. Nitrate und Phosphate gelangen hauptsächlich mit Düngemitteln aus der Landwirtschaft in die Gewässer und können bei zu hohen Konzentrationen ökologische Schäden an fließenden, besonders aber an stehenden oder langsam fließenden Gewässern mit verursachen. Besonders erfreulich ist, dass in den Laichgewässern der Geburtshelferkröte keine nennenswerten Konzentrationen der genannten Ionen nachgewiesen werden konnten. Etwas mehr Anlass zur Sorge geben die Entwässerungsgräben im Bereich der Saalewiesen zwischen Bad Neustadt und Salz. Hier lassen sich während des gesamten Sommerhalbjahres immer wieder erhöhte Nitrat-Werte feststellen. Besonders kritisch erscheint die Situation am Bersbach zwischen Lebenhan und Brendlorenzen.
An den gleichen Messstationen wie bereits 2013 wurden von April bis September 2016 Proben entnommen. Anlass zur Sorge geben der über den gesamten Untersuchungszeitraum niedrige Sauerstoffgehalt und, damit verbunden, der zwischenzeitliche Nachweis giftiger Nitrit-Ionen. Diese werden von bestimmten Bakterien bei Abwesenheit von Sauerstoff aus Nitrat-Ionen gebildet werden. In Teilbereichen des Bersbachs (v.a. östlich von Lebenhan) wurde zeitweise gar kein Sauerstoff nachgewiesen. Grundproblem ist die langsame Fließgeschwindigkeit verbunden mit einem hohen Nährstoffeintrag aus der Landwirtschaft. Diese Situation wurde durch den Niederschlagsmangel und die hohen Temperaturen im Frühsommer 2016 weiter verschärft. In den schneller fließenden Abschnitten erscheint die Situation unwesentlich besser. Insgesamt ist die Wasserqualität schlechter als 2013 einzustufen. Unter diesen Voraussetzungen ist der Bersbach, zumindest in Teilabschnitten für fast alle Wasserorganismen nicht besiedelbar und damit ökologisch tot.
Moritz Diller (Q12) aus dem W-Seminar „Gewässerchemie“ wurde von der Gesellschaft deutscher Chemiker (www.gdch.de) u.a. für seine Seminararbeit „Wasserchemische Charakterisierung eines Entwässerungsgraben in den Saalewiesen bei Bad Neustadt (Landkreis Rhön-Grabfeld)“ als bester Chemiker des Abiturjahrgangs 2017 ausgezeichnet. Er erhält einen Buchpreis, sowie eine kostenlose Mitgliedschaft in der Gesellschaft deutscher Chemiker für ein Jahr.

W-Seminar „Gewässerchemie“

Die „Rotgeflügelte Samtschrecke“, eine Art aus der Ordnung der Gespenstschrecken (Phasmiden), wurde erst im Jahr 2004 im Norden von Peru entdeckt. Dort kommt sie natürlicherweise nur auf einer Fläche von fünf Hektar vor. Um die Tierart vor dem Aussterben zu schützen wurden Zuchttiere an Phasmidenliebhaber in der ganzen Welt verteilt. Auf diesem Weg konnte auch unsere Schule in den Besitz einiger Tiere gelangen. In diesem Frühjahr ist uns erstmals die Nachzucht gelungen. Die Tiere zeichnen sich durch eine besondere Gesichtsfärbung in den Farben Rot und Gelb aus die an Clowngesichter erinnert.Am Beispiel dieser Art und einer anderen von uns gezüchteten Art, der besonders gefährlich aussehenden aber harmlosen „Australischen Gespenstschrecke“ , lassen sich die Themenbereiche Artenschutz, Evolution, Mimikry und Mimese anschaulich im Unterricht bearbeiten.

Samtschrecken – Clowns als „Haustiere“

BYOD, hinter diesem Kürzel versteckt sich die Aufforderung „bring your own device“, zu Deutsch in etwa „bring dein eigenes Gerät“. Der Grundgedanke, der hier dahinter steht ist, dass Schüler ihr Smartphone bzw. Tablett im Unterricht als Mittel zur Dokumentation und Datenerfassung nutzen.Bestimmte Aufgaben mit dem eigenen Gerät zu erfüllen bringt einige Vorteile. Smartphones sind mittlerweile kleine Computer mit ausgefeilter Messtechnik (z.B. Gyrosensor), sie sind mobil, sofort verfügbar und die Schülerinnen und Schüler können diese normalerweise perfekt bedienen. Sie entdecken eine andere sinnvolle Einsatzmöglichkeit des Gerätes. Mit wenigen Zusatzgeräten lassen sich im Unterricht z.B. Mess-Apparaturen bauen, welche sonst aus Kostengründen im Klassensatz nicht beschaffbar wären.So haben wir im Fach Chemie, in den Schülerübungen des naturwissenschaftlichen Zweiges, mit selbstgebauten Handspektrometern in Kombination mit Smartphones eine einfache Versuchsapparatur konstruiert, welche nicht nur die Betrachtung solcher Spektren ermöglicht, sondern die auch in der Lage ist, dieses Spektrum digital zu erfassen und so für Mitschüler zugänglich zu machen.Mit Linsensystemen, die ähnlich einer Wäscheklammer auf die Linse des Smartphones aufgesetzt werden, kann man aus dem Smartphone eine digitale Lupe, ja fast schon ein kleines Mikroskop machen. Wir nutzen dieses Linsensystem zum Beispiel in den Pflanzenbestimmungsübungen der sechsten Klassen. Makroaufnahmen von Pflanzenblüten erleichtern deren Bestimmung und ermöglichen über die Zoomfunktion einen scharfen Blick auf beobachtenswerte Merkmale. Im Informatikunterricht werden diese Bilder dann mit den nötigen Informationen in Form einer Powerpoint-Präsentation dokumentiert. Weiterführende Informationen bezüglich BYOD, auch zu Einsatzmöglichkeiten in anderen Fächern,  sind im Internet unter „www.schulbyod.de“ zu finden.Schüler, welche kein Smartphone besitzen, werden allerdings nicht ausgegrenzt, der Datenaustausch unter den Schülern stellt nach unserer Erfahrung kein Problem dar.

Chemie- und Biologieunterricht mit digitalen Medien – BYOD

Im Juli erlebten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe acht in einem Planspiel, warum unser Lebensstil im Moment auf Kosten der armen Länder noch möglich ist, auf Dauer aber nicht funktioniert. Pädagogen der Umweltbildungsstätte Oberelsbach ließen die Teilnehmer unmittelbar die globale Verteilungs-ungerechtigkeit erleben und reflektierten anschließend die Einflussnahme durch das eigene Konsumverhalten.
Die Organisation und Durchführung der beschriebenen Aktivitäten basiert dabei im Wesentlichen auf der engen Zusammenarbeit des Rhön-Gymnasiums mit dem Gesundheitsamt, der Caritas, der Saaletalklinik sowie dem Jugendamt im Rahmen des Arbeitskreises für Suchtprävention und Gesundheitsförderung sowie dem Rhön-Klinikum und dem Biosphärenreservat Rhön.

Planspiel Ökologischer Fußabdruck

Zum siebten Mal bereicherte Frau Dr. Lindemann, Oberärztin am Rhön-Klinikum auch in diesem Jahr als den Biologieunterricht der zehnten Jahrgangsstufe. Die engagierte Medizinerin gab dabei einen Einblick in den Ablauf typischer Herzoperationen, beispielsweise dem Verlegen von Bypässen, und stellte Herzschrittmacher, Defibrillatoren (AICDs) und künstliche Herzklappen im Original vor. Besonders motivierend war die abschließende Präparation von Schweineherzen, bei der die anatomischen Verhältnisse detailliert erläutert wurden.

Von ganzem Herzen

Im Januar und Februar dieses Jahres brachten Sozialpädagoginnen des Gesundheitsamtes Schülern der achten Jahrgangsstufen wesentliche Aspekte einer verantwortungsvollen Partnerschaft nahe. Dabei wurden im Kleingruppengespräch nicht nur Themen wie Verhütung, ungewollte Schwangerschaft oder Geschlechtskrankheiten besprochen, sondern ein besonderes Augenmerk war auf die Wertevermittlung  im verantwortungsbewussten Umgang mit der eigenen Sexualität gerichtet.

Drogen und Suchtprävention 

Im Januar und Februar dieses Jahres brachten Sozialpädagoginnen des Gesundheitsamtes Schülern der achten Jahrgangsstufen wesentliche Aspekte einer verantwortungsvollen Partnerschaft nahe. Dabei wurden im Kleingruppengespräch nicht nur Themen wie Verhütung, ungewollte Schwangerschaft oder Geschlechtskrankheiten besprochen, sondern ein besonderes Augenmerk war auf die Wertevermittlung  im verantwortungsbewussten Umgang mit der eigenen Sexualität gerichtet.

Projekt „Verantwortete Partnerschaft“ 

Wie jedes Jahr waren unsere Unterstufenschüler auch 2017 wieder für einen guten Zweck unterwegs. Vom 08.-14.05.2017 waren die derzeitigen Fünft- bzw. Sechstklässler in ihren Wohnorten mit Dosen und Listen unterwegs, um Geld für Naturschutzarbeit auch in der Rhön bzw. im Grabfeld zu sammeln. Als Dankeschön für Ihr Engagement erhielten alle Sammler eine LBV-Tasche, besonders eifrige Sammler wurden mit einem Buchpreis geehrt.

Sammelaktion für den Landesbund für Vogelschutz 

Die Fachschaft Biologie/Chemie konnte in diesem Schuljahr erstmals ein naturwissenschaftliches Praktikum im Rahmen der Individuellen Förderung für die Schüler der Jahrgangsstufe sechs anbieten. Ziel dieses Praktikums ist das Einüben naturwissenschaftlicher Arbeitstechniken und Denkweisen, um so eine solide Basis für eine spätere Teilnahme an den Wettbewerben Schüler experimentieren bzw.  Jugend Forscht zu schaffen. Grundlagen der Laborarbeit, wie z. B. der Umgang mit Arbeitsgeräten und damit einhergehend die Planung und Durchführung von Experimenten waren ebenso Gegenstand wie die Dokumentation und Interpretation von Versuchsergebnissen. Die motivierten Schüler fertigten u.a. ein Herbar, mikroskopierten pflanzliche und tierische Präparate. Als Abschluss des Schuljahres wurde die biologische Gewässergüte der „Brend“ untersucht. Dabei kamen alle im Verlauf des Schuljahres erworbenen Fähigkeiten zum Einsatz. Schüler und Lehrer würden sich über eine Fortsetzung dieses Praktikums freuen!

Naturwissenschaftliches Praktikum in der Unterstufe 

Jahresbericht 2017 Biologie, Chemie sowie NuT